Junge Designideen hoch 21
Die Gewinner des Designnachwuchs-Wettbewerbs „ein&zwanzig“ sind gekürt. Die ausgezeichneten Projekte werden zum „Salone“ in Szene gesetzt.

Den Design-Stars von morgen bietet der Rat für Formgebung eine besondere Bühne. Mit dem international ausgeschriebenen Wettbewerb „ein&zwanzig“ werden die jungen Designtalente nicht nur gefördert, sondern vor den Vorhang geholt – und dies im großen Stil.
„Wir sind stolz, dass der ein&zwanzig-Award und die damit verbundene Ausstellung sich in den letzten Jahren zum entscheidenden Ort entwickelt hat, an dem sich die junge, internationale Designszene während des Salone del Mobile austauschen und mit den wichtigen Produzenten und Unternehmen vernetzen kann. Zudem zeigt das positive Presseecho, dass der Nachwuchswettbewerb auch in der Öffentlichkeit als relevante Plattform wahrgenommen wird“, freut sich Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung, über die zunehmende Popularität des Wettbewerbs.
„Die Ausstellung soll Optimismus ausstrahlen und aufzeigen, dass Design auch eine soziale Funktion besitzt.“
So verzeichnete der Wettbewerb mit 824 Einreichungen um zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, die Internationalität kletterte von 60 auf insgesamt 73 teilnehmende Länder. Nur eines blieb unverändert: Die Anzahl der Gewinner. Der Name ist bei „ein&zwanzig“ nunmal Programm. ine internationale Fachjury wählte dabei unter all den Einreichungen 21 herausragende Arbeiten aus – und die Winner zeigen eindrucksvoll auf:
„Tubs“ von Arthur Seefried (D). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Amba“ von George Croissant (D). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Indigo“ von Dario Iannone (I) und Anna Drewes (D). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Draft“ von Julian Preindl (D). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „CC – System“ von Elias Julian Kopp (CH). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Samo“ von Lena Bryan und Charlotte Zeh (D). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Halo“ von Matteo Bauer-Bornemann (D). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Sokui“ von Filip Krampla (CZ). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Form der Farbe“ von Freia Achenbach und June Noa Gschwander (D). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „SEEM“ von Aurore Brard (F). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „DFC – Dynamic Folding Chair“ von Simon Frambach (D). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Rebrush“ von Jingbei Zheng (CHN). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Flattened object and space“ von Hyunjee Jung (KOR). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „The Conscious Unconsciousness“ von Michael Varga (D). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Jute Tile“ von Laura van de Wijdeven (NL). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Cora“ von Lorenzo Waller (CH) und Nicole Giavaldi (I). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Marvin“ von Gal Bulka und Ori Shifrin Anavi (ISR). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Digital Craft“ von Daan Veerman (NL). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Shifting Shape“ von Jonatan Nilson (S). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Bricknic“ von Timm Donke (D), Leif Szakai (D) und Nathan Fordy (F). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer „Cooking new material“ von Youyang Song (CHN). © ein&zwanzig/Rat für Formgebung/Designer
Auf die Gewinner und Projekte wartet nun die große Show auf der noch größeren Designbühne. Anlässlich des „Salone del Mobile“ werden die ausgezeichneten 21 Projekte eine ganze Woche im vielbeachteten Tortona Design District in Mailand präsentiert.
Eröffnet wird die Gewinnerausstellung inmitten des Designmekkas am Tag der Preisverleihung am 8. April ab 18 Uhr, im Rahmen dieser die 21 Gewinner gekürt werden.
Spannend bleibt es allerdings bis zum Schluss. Denn aus der Riege der 21 Winner erhält eine Einreichung die Auszeichnung „Best of Best“ erhält. Dieses Geheimnis wird erst im Zuge der Preisverleihung und Ausstellung in Mailand gelüftet, mit der der Rat für Formgebung den 21 diesjährigen Preisträgern während der Tortona Design Week eine prominente Plattform bietet, die Sichtbarkeit der Nachwuchsdesigner fördert und ihnen das Knüpfen wichtiger Kontakte ermöglicht.
„Das spielerische Element ist in unserer Arbeit immer relevant.“ – Studiopepe

Ehre, wem Ehre gebührt, zeichnen auch heuer hochkarätige Design für das Ausstellungsdesign verantwortlich: Das renommierte Designstudio Studiopepe setzt die Produkt- und Projektentwürfe in Szene. Für die Ausstellungsarchitektur hat sich das Mailänder Designerduo vom Bautyp der Arena inspirieren lassen. Konzeptueller Rahmen der Raumkonfiguration ist eine kurvierte Lamellenstruktur, die spielerisch die Idee von offenem und geschlossenem Raum konterkariert und kontrastreiche Licht- und Schatteneffekte erzielt.
Wird hier die Ausstellung präsentiert, bieten zugleich separierte Räume die Möglichkeiten für Workshops und Vorträge sowie für informelle Gespräche mit ebenfalls von Studiopepe entworfenen Sitzinseln.
Im zentralen Bereich fungiert eine über mehrere Ebenen angelegte Plattform mit Schirmen als Sockel und Präsentationsfläche für die Exponate.
„Studiopepe hat den Grundgedanken des Wettbewerbs kongenial umgesetzt“ – Andrej Kupetz

„Das spielerische Element ist in unserer Arbeit immer relevant. Aber gerade bei der Inszenierung der Entwürfe der Gestalterinnen und Gestalter unserer Welt von Morgen empfinden wir, dass Lebensfreude und Leichtigkeit eine wichtige Triebfeder sein sollten,“ so Arianna Lelli Mami und Chiara Di Pinto von Studiopepe. „Die Ausstellung soll Optimismus ausstrahlen und aufzeigen, dass Design auch eine soziale Funktion besitzt.“
Unterstützt wird dieser Anspruch durch die Farbwahl: Das strahlende Gelb des ein&zwanzig-Award wird mit kräftigen und matteren Pink-, Lila- und Rottönen kombiniert. „Studiopepe hat den Grundgedanken des Wettbewerbs kongenial umgesetzt: Sie schaffen ein offenes Forum für ein internationales Publikum, in dem die Akteure genauso im Mittelpunkt stehen wie ihre Entwürfe“, unterstreicht Andrej Kupetz.
Hotspot & Highlight
Man darf sich also bereits jetzt auf die „ein&zwanzig“-Gewinnerschau im Tortona Design District freuen, das während des Salone del Mobile zum Anziehungs- und Treffpunkt der internationalen Designszene in der Designmetropole avanciert, wo zur selben Zeit nicht zuletzt auch mit der Österreich-Ausstellung „Pleasure & Treasure“ ein weiteres Highlight lockt und rockt.
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